onsdag 29 juni 2016

Schwedischer Death Metal

Die Sitzung fing an mit einer Rekapitulation des Films „Until the light takes us“. Wir stellten dabei Unterschiede zwischen den Protagonisten Varg Vikernes und Fenriz fest. Während Vikernes durch seine Brandstiftung einen radikalen Weg verfolgte, um politischen Einfluss zu generieren, fixierte sich Fenriz auf den musikalischen Aspekt der Szene. Dabei arbeiteten wir heraus, dass beide jeweils nur einen Teil des breiten Phänomens „Black Metal“ wahrnahmen.
Darüber hinaus bemerkten wir, dass zwischen der Szene des Black Metals und der populistischen Kunst des Gleichen Unterschieden werden muss, da Szenenanhänger dem sehr kritisch gegenüberstehen.
Außerdem thematisierten wir die Legitimation von Strömungen durch die Szene, also das jegliche musikalische Veränderung oder Politisierung durch die Szene legitimiert werden muss. Dafür sahen wir uns das Videobeispiel „That's cool“ an.
Danach schlossen wir das Thema „Black Metal“ ab und widmeten uns den schwedischen „Death Metal“. Um uns dem Phänomen zu nähern, zählten wir erstmal die drei grundlegenden Eigenheiten des Death Metal auf, die da wären: Growlen (oder wie wir sagen: Cookiemonster), Blast beats und die tieferliegenden Töne der Gitarre.
Hiernach stellten wir Veränderungen fest, die in der Gegenbewegung der 1980-ziger Jahre zum amerikanischen Death Metal entstanden. Wegen der Schnelligkeit des amerikanischen Death Metal, war der Stockholmer Death Metal langsamer und ruhiger (Beispiel: Entombed, Album: Left Hadd Path).
Da es zum Stockholmer Death Metal in den 1990-ziger Jahren abermals eine Gegenbewegung (Neue Welle Schweden) gab, erkundeten wir diesen Ableger aus Göteborg. Durch seinen melodischen Ansatz trägt er den Namen „Melodic Death Metal“ (Beispiel: At the Gates, Album: The Red in the Sky is Ours).

Das Album "The Red in th Sky is Ours" von
der Band At the Gates.
Zuletzt fokussierten wir uns auf die dritte Bewegung, welche aus Dalarna kommt und die neue Welle mit merht traditionelle Ansätze verbindet (Beispiel: Scar Symmetry, The Illusionist).

torsdag 9 juni 2016

Until the Light Takes Us

Auch in der achten Sitzung haben wir und mit dem norwegischen Black Metal beschäftigt. Dieses mal haben wir den Film Until the Light Takes Us gesehen.
In der nächsten Sitzung werden wir kurz den Film besprechen. Wer Lust dazu hat, darf auch gerne noch etwas zum Thema Black Metal sagen (zum Beispiel ein Lied zu präsentieren, oder eine theoretische Frage zu präsentieren).

Fenriz (oben) und Varg Vikernes (unten) sind die zwei Haupt-
figuren in dem Film Until the Light Takes Us.
Wenn wir mit dem norwegischen Black Metal fertig sind werden wir uns in Richtung Schweden bewegen, und den schwedischen Death Metal untersuchen...

torsdag 2 juni 2016

Norwegischer Black Metal in der Forschung

Um das Seminar demnächst in einem schönen und etwas lockereren Rahmen abzuschließen, haben wir beschlossen, einen Metal-Abend zu organisieren, die nun inhaltlich gefüllt werden muss.
Am letzten Kurstag, dem 13.07.2016, verlagern wir das Zusammentreffen in eine münsteraner Kneipe und verbringen und gestalten einen Abend, an welchem wir die für uns wichtigsten Forschungsergebnisse und Erkenntnisse des Seminars reflektieren können und gleichzeitig außenstehenden Interessierten präsentieren und näher bringen. In diesem Sinne bietet sich zunächst anhand unseres Blogs ein Überblick über die behandelte Thematik sowie unsere Erkenntnisentwicklung an, bevor spezifischere Aspekte präsentiert werden. Dies könnte beispielsweise anhand von kurzen Vorstellungen der Hausarbeitsthemen erfolgen, was wiederum sowohl als sinnvolles Feedback, als auch als gute Diskussions- und Gesprächsgrundlage dienen kann. Natürlich soll bei alledem die musikalische Untermalung nicht zu kurz kommen.
Weitere Ideen oder auch konkrete Präsentationswünsche sind jederzeit willkommen, sodass wir zum Semesterausklang einen dem Seminar entsprechenden interessanten, akademischen und vor allem lustigen Abend verbringen.
Nach der Diskussion des Metal-Abends haben wir zwei Forschungstexte zum Thema Black Metal diskutiert: „The ‚failure’ of youth culture: Reflexivity, music and politics in the black metal scene“ von Keith Kahn-Harris, und „Blacker than Death: Recollecting the ‚Black Turn’ in Metal Aesthetics von Ian Reyes.
Kahn Harris verwendet die theoretischen Begriffe „subculture“ und „scene“ um die Politik des Black Metals zu analysieren. Er meint, dass die Gewalt und die faschistische Politik der frühen norwegischen Black Metal-Szene eine Ausnahme war. Normalerweise ist die Szene als autonom von der Gesellschaft konstruiert – was bedeutet, dass Politik zur Nebensache reduziert wird und dass rassistische und faschistische Äußerungen „nur“ als provokante „transgressions“ funktionieren.
Auch Ian Reyes behauptet, dass die frühe norwegische Black Metal- eine Ausnahme darstelle. Er schreibt unter Anderem: „One of the greatest questions has been: why didn’t the Norwegians understand that the diabolical icons typical of extreme metal were not entirely serious?“ Reyes versteht Black Metal als Produkt einer Reaktion gegen die Hegemonie des amerikanischen Death Metals. Diese Richtung „had exhausted the possibilities for heaviness“. Deshalb musste „heavy“ neu definiert werden. Dieses wurde durch eine Re-Interpretation der Musikgeschichte gemacht, die das Sound von Bands wie Venom und Hellhammer aufwertete.

In den nächsten Sitzungen werden wir und weiter mit norwegischer Black Metal beschäftigen. Erst werden wir den Film Until the Light Takes Us sehen, dann werden wir verschiedene Phänomene aus der Black Metal-Szene analysieren.