torsdag 2 juni 2016

Norwegischer Black Metal in der Forschung

Um das Seminar demnächst in einem schönen und etwas lockereren Rahmen abzuschließen, haben wir beschlossen, einen Metal-Abend zu organisieren, die nun inhaltlich gefüllt werden muss.
Am letzten Kurstag, dem 13.07.2016, verlagern wir das Zusammentreffen in eine münsteraner Kneipe und verbringen und gestalten einen Abend, an welchem wir die für uns wichtigsten Forschungsergebnisse und Erkenntnisse des Seminars reflektieren können und gleichzeitig außenstehenden Interessierten präsentieren und näher bringen. In diesem Sinne bietet sich zunächst anhand unseres Blogs ein Überblick über die behandelte Thematik sowie unsere Erkenntnisentwicklung an, bevor spezifischere Aspekte präsentiert werden. Dies könnte beispielsweise anhand von kurzen Vorstellungen der Hausarbeitsthemen erfolgen, was wiederum sowohl als sinnvolles Feedback, als auch als gute Diskussions- und Gesprächsgrundlage dienen kann. Natürlich soll bei alledem die musikalische Untermalung nicht zu kurz kommen.
Weitere Ideen oder auch konkrete Präsentationswünsche sind jederzeit willkommen, sodass wir zum Semesterausklang einen dem Seminar entsprechenden interessanten, akademischen und vor allem lustigen Abend verbringen.
Nach der Diskussion des Metal-Abends haben wir zwei Forschungstexte zum Thema Black Metal diskutiert: „The ‚failure’ of youth culture: Reflexivity, music and politics in the black metal scene“ von Keith Kahn-Harris, und „Blacker than Death: Recollecting the ‚Black Turn’ in Metal Aesthetics von Ian Reyes.
Kahn Harris verwendet die theoretischen Begriffe „subculture“ und „scene“ um die Politik des Black Metals zu analysieren. Er meint, dass die Gewalt und die faschistische Politik der frühen norwegischen Black Metal-Szene eine Ausnahme war. Normalerweise ist die Szene als autonom von der Gesellschaft konstruiert – was bedeutet, dass Politik zur Nebensache reduziert wird und dass rassistische und faschistische Äußerungen „nur“ als provokante „transgressions“ funktionieren.
Auch Ian Reyes behauptet, dass die frühe norwegische Black Metal- eine Ausnahme darstelle. Er schreibt unter Anderem: „One of the greatest questions has been: why didn’t the Norwegians understand that the diabolical icons typical of extreme metal were not entirely serious?“ Reyes versteht Black Metal als Produkt einer Reaktion gegen die Hegemonie des amerikanischen Death Metals. Diese Richtung „had exhausted the possibilities for heaviness“. Deshalb musste „heavy“ neu definiert werden. Dieses wurde durch eine Re-Interpretation der Musikgeschichte gemacht, die das Sound von Bands wie Venom und Hellhammer aufwertete.

In den nächsten Sitzungen werden wir und weiter mit norwegischer Black Metal beschäftigen. Erst werden wir den Film Until the Light Takes Us sehen, dann werden wir verschiedene Phänomene aus der Black Metal-Szene analysieren.

Inga kommentarer:

Skicka en kommentar