Um das Seminar demnächst in einem schönen und etwas
lockereren Rahmen abzuschließen, haben wir beschlossen, einen Metal-Abend zu
organisieren, die nun inhaltlich gefüllt werden muss.
Am letzten Kurstag, dem
13.07.2016, verlagern wir das Zusammentreffen in eine münsteraner Kneipe und
verbringen und gestalten einen Abend, an welchem wir die für uns wichtigsten
Forschungsergebnisse und Erkenntnisse des Seminars reflektieren können und
gleichzeitig außenstehenden Interessierten präsentieren und näher bringen. In
diesem Sinne bietet sich zunächst anhand unseres Blogs ein Überblick über die
behandelte Thematik sowie unsere Erkenntnisentwicklung an, bevor spezifischere
Aspekte präsentiert werden. Dies könnte beispielsweise anhand von kurzen
Vorstellungen der Hausarbeitsthemen erfolgen, was wiederum sowohl als
sinnvolles Feedback, als auch als gute Diskussions- und Gesprächsgrundlage
dienen kann. Natürlich soll bei alledem die musikalische Untermalung nicht zu
kurz kommen.
Weitere Ideen oder auch konkrete Präsentationswünsche
sind jederzeit willkommen, sodass wir zum Semesterausklang einen dem Seminar
entsprechenden interessanten, akademischen und vor allem lustigen Abend
verbringen.
Nach der Diskussion des Metal-Abends haben wir zwei Forschungstexte
zum Thema Black Metal diskutiert: „The ‚failure’ of youth culture: Reflexivity,
music and politics in the black metal scene“ von Keith Kahn-Harris, und
„Blacker than Death: Recollecting the ‚Black Turn’ in Metal Aesthetics von Ian
Reyes.
Kahn Harris verwendet die theoretischen Begriffe
„subculture“ und „scene“ um die Politik des Black Metals zu analysieren. Er
meint, dass die Gewalt und die faschistische Politik der frühen norwegischen
Black Metal-Szene eine Ausnahme war. Normalerweise ist die Szene als autonom
von der Gesellschaft konstruiert – was bedeutet, dass Politik zur Nebensache
reduziert wird und dass rassistische und faschistische Äußerungen „nur“ als
provokante „transgressions“ funktionieren.
Auch Ian Reyes behauptet, dass die frühe norwegische
Black Metal- eine Ausnahme darstelle. Er schreibt unter Anderem: „One of the
greatest questions has been: why didn’t the Norwegians understand that the
diabolical icons typical of extreme metal were not entirely serious?“ Reyes
versteht Black Metal als Produkt einer Reaktion gegen die Hegemonie des
amerikanischen Death Metals. Diese Richtung „had exhausted the possibilities
for heaviness“. Deshalb musste „heavy“ neu definiert werden. Dieses wurde durch
eine Re-Interpretation der Musikgeschichte gemacht, die das Sound von Bands wie
Venom und Hellhammer aufwertete.
In den nächsten Sitzungen werden wir und weiter mit
norwegischer Black Metal beschäftigen. Erst werden wir den Film Until the Light Takes Us sehen, dann
werden wir verschiedene Phänomene aus der Black Metal-Szene analysieren.

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