måndag 29 augusti 2016

Metal-Seminar in der Kneipe


Nach drei ereignisreichen und lehrreichen Monaten schloss am 13.07.16 also unser Seminar mit einem dem Kursthema entsprechenden Kneipenabend ab.
Zu diesem Zweck versammelte sich ein Großteil der Seminarteilnehmer, zahlreiche Lehrkräfte unseres Nordischen Universitäts-Institutes sowie durch Werbung aufmerksam gewordene Interessierte von außerhalb in einer gemütlichen Münsteraner Rock-Kneipe. Obgleich es aufgrund von technischen Problemen und einem darauf folgenden kurzfristigen und improvisierten Raumwechsel zeitweilig zu gemütlich zu werden drohte, war die Stimmung unter allen Gästen ausgelassen und gut.

Nach einem einstimmenden Musik -Intro hat der kursleitende Gastprofessor Magnus Nilsson den Zuhörern anhand dieses Blogs die Seminarthematik, unsere Forschungsschritte und -ergebnisse sowie einige entstandene Diskussionsfragen näher gebracht. Auf dieser allgemeinen Grundlage konnten nun einige Seminarteilnehmer kurze Vorträge mit passender musikalischer und visueller Untermalung zu ausgewählten Bereichen des skandinavischen Metal präsentieren.
So lernten unsere Gäste einiges über Pagan Metal anhand der färöischen Band „Tyr“ (,die sich im Laufe des Seminars als eine der für uns beispielhaftesten entpuppte), über die Faszination des Bösen im Death Metal und über das soziokulturelle Phänomen der Subkultur- bzw. Szenebildung. Zu unserer Freude konnten wir das Interesse der Zuhörer wecken, sodass bereits im Rahmen der Vorträge kleinere Diskussionen aufkamen, bevor wir diese im Anschluss an den „offiziellen“ Teil des Abends in entspannter und lockerer Atmosphäre fortsetzten.
Musik verschiedenster skandinavischer Metal-Bands im Hintergrund sowie das ein oder andere Bier durften dabei natürlich nicht fehlen und rundeten den Ausklang eines wirklich spannenden Seminars ab. 

måndag 4 juli 2016

Frauenfeindlichkeit im Death Metal – Emanzipiert im Moshpit oder „Gefickt mit dem Messer“?

In der zehnten Sitzung haben wir uns mit der Bedeutung des Geschlechts im Death Metal befasst. Hierzu haben wir uns den Text „The Price of Rebellion: Gender Boundaries in the Death Metal Scene“ von Sonia Vasan als Quelle genommen. In diesem beschreibt sie die Death Metal-Szene als männerdominiert und frauenfeindlich; so sind Gewalt, oft gegenüber Frauen - wie hier exemplarisch an dem treffenden Titel „Fucked with a Knife“ der US-amerikanischen Band Cannibal Corpse dargestellt - Verstümmelungen, Leichen und anti-christliche Ideologien elementare Themen des Genres.
Warum also gibt es bei solch abschreckenden Inhalten überhaupt einen nennenswerten weiblichen Anteil unter den Fans? Vasan analysiert das Verhalten der betroffenen Frauen anhand der „social exchange theory“, nach der es diese aus der Gesellschaft in Subkulturen zieht, da sie erstere als unterdrückend empfinden und in letzteren eine „empowerment“, also eine Art Selbstbemächtigung finden, mit der sie aus der Unmündigkeit der Mehrheitsgesellschaft ausbrechen können. In der Death Metal-Szene erfordere dieser Prozess jedoch die Angleichung der Frau an den Mann, Anerkennung erhält nur jenes Szenemitglied, das martialisch auftritt, sich passend kleidet, tätowiert ist, usw., während feminine - sprich: aufreizende - Kleidung und Verhaltensweisen paradoxer Weise zur Ausgrenzung seitens der männlichen Fans führt. Dabei behalten die „Mannsweiber“ ihre gleichwertige Stellung mit ihren andersgeschlechtlichen Szenekameraden.
Gleichzeitig wird durch diverse Interviewausschnitte mit weiblichen Fans deutlich, dass der Verlust ihrer Weiblichkeit durchaus belastend wirkt und nicht in jedem Falle freiwillig geschieht: „one of the things that, um, I had to trade for respect was, was my sensuality, was my sexuality. Um, because as a woman, or as a single woman, I was gonna say, in the scene, like, you know.“, beklagt etwa eine Betroffene und erzählt von den konservativen Ansichten der Männer in ihrem Umfeld, welche sie in ein Quasi-Zöllibat zwingen, da zu viele und zu schnell wechselnde Partner ihrem Ansehen schaden würden.
Abschließend spekuliert Vasan noch über die Zukunft des Death Metal, so etwa, ob die zunehmend weibliche Fanlandschaft die Szene grundlegend ändern könnte, ob auch all diese Frauen sich den gegebenen Rollenbildern anpassen oder sie sich etwa komplett herauslösen und eigene Subkulturen bilden könnten, wie etwa zuvor im Punkrock. Die weitere Entwicklung bleibt wohl abzuwarten.

Alissa White-Gluz ist Sängerin bei der schwedishen
Death Metal-Band Arch Enemy. Funktionert Gender
vielleicht anders in der schwedischen als in der US-
amerikanischen Death Metal-Szene?



onsdag 29 juni 2016

Schwedischer Death Metal

Die Sitzung fing an mit einer Rekapitulation des Films „Until the light takes us“. Wir stellten dabei Unterschiede zwischen den Protagonisten Varg Vikernes und Fenriz fest. Während Vikernes durch seine Brandstiftung einen radikalen Weg verfolgte, um politischen Einfluss zu generieren, fixierte sich Fenriz auf den musikalischen Aspekt der Szene. Dabei arbeiteten wir heraus, dass beide jeweils nur einen Teil des breiten Phänomens „Black Metal“ wahrnahmen.
Darüber hinaus bemerkten wir, dass zwischen der Szene des Black Metals und der populistischen Kunst des Gleichen Unterschieden werden muss, da Szenenanhänger dem sehr kritisch gegenüberstehen.
Außerdem thematisierten wir die Legitimation von Strömungen durch die Szene, also das jegliche musikalische Veränderung oder Politisierung durch die Szene legitimiert werden muss. Dafür sahen wir uns das Videobeispiel „That's cool“ an.
Danach schlossen wir das Thema „Black Metal“ ab und widmeten uns den schwedischen „Death Metal“. Um uns dem Phänomen zu nähern, zählten wir erstmal die drei grundlegenden Eigenheiten des Death Metal auf, die da wären: Growlen (oder wie wir sagen: Cookiemonster), Blast beats und die tieferliegenden Töne der Gitarre.
Hiernach stellten wir Veränderungen fest, die in der Gegenbewegung der 1980-ziger Jahre zum amerikanischen Death Metal entstanden. Wegen der Schnelligkeit des amerikanischen Death Metal, war der Stockholmer Death Metal langsamer und ruhiger (Beispiel: Entombed, Album: Left Hadd Path).
Da es zum Stockholmer Death Metal in den 1990-ziger Jahren abermals eine Gegenbewegung (Neue Welle Schweden) gab, erkundeten wir diesen Ableger aus Göteborg. Durch seinen melodischen Ansatz trägt er den Namen „Melodic Death Metal“ (Beispiel: At the Gates, Album: The Red in the Sky is Ours).

Das Album "The Red in th Sky is Ours" von
der Band At the Gates.
Zuletzt fokussierten wir uns auf die dritte Bewegung, welche aus Dalarna kommt und die neue Welle mit merht traditionelle Ansätze verbindet (Beispiel: Scar Symmetry, The Illusionist).

torsdag 9 juni 2016

Until the Light Takes Us

Auch in der achten Sitzung haben wir und mit dem norwegischen Black Metal beschäftigt. Dieses mal haben wir den Film Until the Light Takes Us gesehen.
In der nächsten Sitzung werden wir kurz den Film besprechen. Wer Lust dazu hat, darf auch gerne noch etwas zum Thema Black Metal sagen (zum Beispiel ein Lied zu präsentieren, oder eine theoretische Frage zu präsentieren).

Fenriz (oben) und Varg Vikernes (unten) sind die zwei Haupt-
figuren in dem Film Until the Light Takes Us.
Wenn wir mit dem norwegischen Black Metal fertig sind werden wir uns in Richtung Schweden bewegen, und den schwedischen Death Metal untersuchen...

torsdag 2 juni 2016

Norwegischer Black Metal in der Forschung

Um das Seminar demnächst in einem schönen und etwas lockereren Rahmen abzuschließen, haben wir beschlossen, einen Metal-Abend zu organisieren, die nun inhaltlich gefüllt werden muss.
Am letzten Kurstag, dem 13.07.2016, verlagern wir das Zusammentreffen in eine münsteraner Kneipe und verbringen und gestalten einen Abend, an welchem wir die für uns wichtigsten Forschungsergebnisse und Erkenntnisse des Seminars reflektieren können und gleichzeitig außenstehenden Interessierten präsentieren und näher bringen. In diesem Sinne bietet sich zunächst anhand unseres Blogs ein Überblick über die behandelte Thematik sowie unsere Erkenntnisentwicklung an, bevor spezifischere Aspekte präsentiert werden. Dies könnte beispielsweise anhand von kurzen Vorstellungen der Hausarbeitsthemen erfolgen, was wiederum sowohl als sinnvolles Feedback, als auch als gute Diskussions- und Gesprächsgrundlage dienen kann. Natürlich soll bei alledem die musikalische Untermalung nicht zu kurz kommen.
Weitere Ideen oder auch konkrete Präsentationswünsche sind jederzeit willkommen, sodass wir zum Semesterausklang einen dem Seminar entsprechenden interessanten, akademischen und vor allem lustigen Abend verbringen.
Nach der Diskussion des Metal-Abends haben wir zwei Forschungstexte zum Thema Black Metal diskutiert: „The ‚failure’ of youth culture: Reflexivity, music and politics in the black metal scene“ von Keith Kahn-Harris, und „Blacker than Death: Recollecting the ‚Black Turn’ in Metal Aesthetics von Ian Reyes.
Kahn Harris verwendet die theoretischen Begriffe „subculture“ und „scene“ um die Politik des Black Metals zu analysieren. Er meint, dass die Gewalt und die faschistische Politik der frühen norwegischen Black Metal-Szene eine Ausnahme war. Normalerweise ist die Szene als autonom von der Gesellschaft konstruiert – was bedeutet, dass Politik zur Nebensache reduziert wird und dass rassistische und faschistische Äußerungen „nur“ als provokante „transgressions“ funktionieren.
Auch Ian Reyes behauptet, dass die frühe norwegische Black Metal- eine Ausnahme darstelle. Er schreibt unter Anderem: „One of the greatest questions has been: why didn’t the Norwegians understand that the diabolical icons typical of extreme metal were not entirely serious?“ Reyes versteht Black Metal als Produkt einer Reaktion gegen die Hegemonie des amerikanischen Death Metals. Diese Richtung „had exhausted the possibilities for heaviness“. Deshalb musste „heavy“ neu definiert werden. Dieses wurde durch eine Re-Interpretation der Musikgeschichte gemacht, die das Sound von Bands wie Venom und Hellhammer aufwertete.

In den nächsten Sitzungen werden wir und weiter mit norwegischer Black Metal beschäftigen. Erst werden wir den Film Until the Light Takes Us sehen, dann werden wir verschiedene Phänomene aus der Black Metal-Szene analysieren.

måndag 30 maj 2016

Pagan Metal von den fernen Inseln - die Band Tyr

In der letzten Sitzung haben wir uns mit den Texten der färöischen Band Tyr beschäftigt. Einige Teilnehmer hatten eine Analyse eines Liedertextes vorbereitet.
Wir begannen mit dem ersten Album von Tyr, "How Far To Asgaard" aus dem Jahr 2002. Das erste Lied heißt "Hail to the Hammer", die Musik und die Texte sind von Tyr und beruhen nicht auf traditionellem Liedgut. Es wird in Englisch gesungen. In dem Lied geht es, wie oft bei Tyr, um Wikinger, gefallene Krieger und die Kräfte der Natur. Frauen kommen nicht vor. Die Darstellung ist aber eher oberflächlich.
Es ging weiter mit einem anderen Lied von der ersten CD . Das Lied "Ormurin Langi" basiert auf einer färöischen Ballade und hat im Original 85 Strophen. Der Text stammt von Jens Christian Djurhuus (1773-1853), er war der erste Dichter, der auf färöisch schrieb. Tyr haben sowohl den Text als auch die Musik überarbeitet, es wird auf färöisch gesungen. Das Lied handelt von dem Schiff des norwegischen Königs Olav Tryggvason, der von 995 bis 1000 herrschte. Ormurin Langi heißt übersetzt lange Schlange. Der König und seine Mannschaft wurden bei der Seeschlacht von Svold von Dänen, Schweden und einem norwegischen Verschwörer besiegt uns sie begingen Selbstmord, indem sie über Bord sprangen.
Auch in diesem Lied geht es wieder um die für Tyr typischen Themen, Wikinger, Helden und die Natur. Wir haben uns ein Video mit einem Auftritt von Tyr beim jährlichen Musikfestival auf den Färöer angesehen, wie wir erkennen konnten, singen alle Zuschauer mit und haben offenbar großen Spaß an der Musik.
Als nächtes folgte ein Lied vom zweiten Album "Eric the Red" (2003), das den Wikinger Erik den Roten zum Thema hat, der 982 für drei Jahre aus Island verbannt wurde, weil er einen Mord begangen hatte. Das Lied heißt "Regin Smidur", der Text und die Musik stammen von Tyr, es wird auf färöisch gesungen. Dem Lied liegt eine färöische Sage zugrunde, die vom Thema her auf der Sigfried-Sage basiert. Die Geschichte wird in dem Lied nacherzählt und verkürzt zusammengefasst.
Aus dem Album "Land" (2008) folgte das Lied " Valkyrjan". In diesem Album beruhen alle Lieder auf traditionellen Balladen oder Volksliedern. In dem Lied "Valkyrjan" geht es wieder um die Mythologie,um Krieg und um die Walküren, die die gefallenen Krieger nach Walhalla bringen. Das Lied hat einen traurigen Klang, es basiert auf der Musik von Edvard Grieg und auf färöischen und norwegischen Volksweisen.
Zum Schluss hörten wir noch das Lied "Blood of Heroes" von der letzten CD "Valkyrja" aus dem Jahr 2013, dazu wurde aber nichts gesagt.
Unser nächstes Thema ist Black Metal. Im Learnweb stehen hierzu vier Texte, für zwei davon haben sich Gruppen gebildet, die die Texte lesen und in der nächsten Sitzung vorstellen werden.Es handelt sich um folgende Texte: The " failure " of youth culture von Keith Kahn-Harris und Blacker than Death : Recollecting the " Black Turn " in Metal Aesthetics von Ian Reyes.

torsdag 26 maj 2016

Pagan-Metal - Ein Begriff, viele Aspekte

page1image1032
Nachdem wir uns in den vergangenen Sitzungen anhand von musikalischen Eindrücken und einem Film hauptsächlich audiovisuell mit dem Phänomen Heavy Metal befassten, ging es in der fünften Sitzung von der Praxis vertiefter in die Theorie. Um unsere bunt gemischte Truppe auf ein ähnliches Wissensniveau zu bringen und somit spezifischer diskutieren zu können, haben wir drei Texte zum Thema Pagan-Metal gelesen und im Folgenden die wichtigsten Erkenntnisse besprochen.
Die schwedische Band Bathoty hat eine wichtige Rolle für
die Entwicklung des Genres "Pagan Metal" gespielt.
Bei den ausgewählten Forschungstexten handelt es sich um
Pagan metal von Deena Weinstein, Barbarians and Literature – Viking Metal and its Links to Old Norse Mythology von Imke von Helden sowie 'Hold the Heathen Hammer High`: representation, re-enactment and the construction of `Pagan`heritage von Steven P. Ashby und John Schofield. In allen Texten waren sowohl zahlreiche Gemeinsamkeiten, als auch definitorische Unterschiede bezüglich Pagan-Metal auszumachen, weshalb sich ein Überblick über Theorien, Merkmale und zeitliche Einordnungen anbot, bevor man sich mit der Frage nach einer sinnvollen praktischen Anwendung an der Musik befassen konnte.
Nach Weinstein wurde Pagan-Metal in den 1990-er Jahren insbesondere durch die Bands Bathory, Enslaved und Amorphis ins Leben gerufen und verbreitete sich neben Skandinavien auch in den USA sowie in Großbritannien. Es ist eine Richtung, die nicht musikalisch, sondern durch seine Merkmale Natur und Heroismus definiert wird. Dabei unterscheidet Weinstein drei verschiedene Arten des Pagan-Metal:
  1. 1)  Neo-Paganism, der sich vorwiegend mit der Mystik und Hexenkraft beschäftigt,
  2. 2)  Roots-Paganism, der sich vorwiegend mit dem Kulturerbe eines Volkes beschäftigt und
  3. 3)  Chauvinistic-Paganism, der sich vorwiegend damit beschäftigt, alle anderen Theorien und
    Richtungen zu kritisieren und abzulehnen.
Gemeinsam kann jedoch festgehalten werden, dass Pagan-Metal sich als eine Art des Folk-/ Viking- Metal versteht.
Von Helden sieht die Ursprünge des Pagan-Metal bereits in den 1980-er Jahren, ebenfalls anhand der Bands Enslaved, Bathory sowie Amon Amarth. Für sie bildet Pagan als Äquivalent des Viking- Metal ein Subgenre des Heavy-Metal, welches sich in erster Linie mit Vikingerkultur, Mythologie, religiöser Unterdrückung, pre-christlicher Religion, Alkohol, Natur und Sprache befasst. Dabei werden zwei verschiedene Theorien verwendet. Zum einen Pagan-Metal als Eskapismus, als romantische Verklärung von Heldentum, Kampf und Zusammenhalt und zum anderen der Versuch der historisch korrekten Darstellung der Vikingervergangenheit. Insbesondere für letztgenannte Theorie werden gerne und häufig alte Saga-Texte durch Zitation, Interpretation oder Nacherzählung vertont. Im Gegensatz zu einigen ihrer Forschungskollegen sieht von Helden keine starke Bezeihung zwischen Viking-Metal und Religion.
Ashby und Schofield gehen das Thema Pagan-Metal kulturanthropologischer an, indem sie sich in erster Linie mit „heritage“, mit dem (Kultur-) Erbe beschäftigen und untersuchen, wie Geschichte in den zahlreichen Liedtexten verwendet wird und was jene Verwendungen über die aktuelle Gesellschaft und Kultur aussagt. Für sie zeichnet sich Pagan-Metal durch die Beschreibung und Kultivierung historischer Plätze , durch Volkslieder und Mythen aus, die anhand ihres Kulturgutes als Spiegel für unsere Zeit dienen können.
In diesem Sinne verkörpert insbesondere die Band Tyr nach Ashby und Schofield eine charakteristische Pagan-Metal-Band.
Da Tyr sich zudem auch in unserer Gruppe als eine der favorisierten Bands hervortat, bot es sich also an, sämtliche erarbeitete Theorien und Merkmale zu Fragengruppen zu formulieren und diese
im Folgenden an Liedern von Tyr, sowohl aus älteren, als auch aus jüngeren Jahren zu beantworten. So gilt es zu untersuchen:
* welcher der Weinsteinschen Pagan-Formen Tyr zuzuordenen ist  
* welche Sprache verwendet wird und was das über die nationale und internationale Entwicklung von Pagan-Metal aussagen kann  
* wie sich die Texte über die Jahre entwickeln 
* welche der zahlreichen in den drei Forschungstexten genannten Merkmale auf Tyr zutrifft  
* welche politischen, religiösen oder gesellschaftlichen Aspekte aufgegriffen werden  
* ob Tyr eher eskapistisch oder historisch korrekt arbeitet (z.B. heroische oder alltägliche Vikingerdarstellung)